Beethoven in 60 Sekunden: sein Leben und die Ode an die Freude auf der Tastatur
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Bonn, Wien, eine nachlassende Hörkraft und Melodien, die jeder kennt: Beethovens Leben in kurzen Fakten. Dazu spielst du die Ode an die Freude Phrase für Phrase mit den Tasten 1 bis 0.
Ludwig van Beethoven wurde im Dezember 1770 in Bonn getauft, lebte ab 1792 in Wien und starb dort 1827. Seine bekannteste Melodie, die Ode an die Freude, kannst du in wenigen Minuten mit den Zahlentasten 1 bis 0 spielen. Erst die Fakten in einer Minute, dann die Tasten.
Beethovens Leben in 60 Sekunden
Bonn, 17. Dezember 1770: An diesem Tag wurde Beethoven in Bonn getauft. Sein genauer Geburtstag ist nicht überliefert. Man nimmt an, dass er einen Tag vorher zur Welt kam.
Wien, November 1792: Mit knapp 22 Jahren ging er nach Wien, um bei Joseph Haydn zu lernen. Er blieb dort für den Rest seines Lebens.
Pianist und Komponist: In Wien machte er sich zuerst als Klaviervirtuose einen Namen, dann als Komponist von Sonaten, Streichquartetten und Sinfonien.
Das Gehör: Schon mit Ende zwanzig ließ sein Gehör nach. Später hatte er den größten Teil seines Hörvermögens verloren. Gespräche führte er zum Teil schriftlich, in sogenannten Konversationsheften. Komponiert hat er trotzdem weiter, bis zum Schluss.
7. Mai 1824: Uraufführung der Neunten Sinfonie in Wien, im Theater am Kärntnertor. Ihr Schlusssatz enthält die Melodie der Ode an die Freude.
26. März 1827: Beethoven starb in Wien. Am 26. März 2027 jährt sich sein Todestag zum 200. Mal.
Drei Geschichten, die man vorsichtig erzählen sollte
Um Beethoven ranken sich viele Anekdoten. Drei davon hörst du immer wieder, und alle drei haben einen Haken.
Wer war Elise? Das Klavierstück „Für Elise“ wurde erst 1867 veröffentlicht, 40 Jahre nach Beethovens Tod. Das Originalmanuskript ist verschollen. Wer „Elise“ war, ist bis heute nicht geklärt. Es gibt mehrere Kandidatinnen, und manche Forscher vermuten, dass der Name falsch gelesen wurde.
Das Schicksal klopft an die Pforte. Der Beiname „Schicksalssinfonie“ für die Fünfte geht auf Anton Schindler zurück, Beethovens Sekretär. Er berichtete, Beethoven habe über den Anfang gesagt: „So pocht das Schicksal an die Pforte.“ Schindler gilt als unzuverlässige Quelle, viele seiner Beethoven-Zitate werden angezweifelt.
Der Applaus bei der Neunten. Laut Berichten von Zeitgenossen konnte Beethoven bei der Uraufführung den Jubel des Publikums nicht hören. Die Altistin Caroline Unger soll ihn zum Saal umgedreht haben. Die Zeugen sind sich aber nicht einig, ob das nach dem zweiten Satz oder nach dem Finale war.
Die Ode an die Freude Phrase für Phrase
Die Melodie aus dem Finale der Neunten ist ideal für Anfänger: Sie bewegt sich fast nur in Nachbartönen. Bei uns ist sie nach G-Dur versetzt, damit sie komplett auf die Zahlentasten passt. Zur Erinnerung: 5 = G, 6 = A, 7 = H, 8 = C, 9 = D (deutsche Tonnamen mit H).
Phrase 1: 7 7 8 9 9 8 7 6 5 5 6 7 7 6 6. Sie steigt von H nach D, kommt zurück und endet offen auf dem A.
Phrase 2: 7 7 8 9 9 8 7 6 5 5 6 7 6 5 5. Fast gleich wie Phrase 1, nur das Ende ist anders: Jetzt landest du auf dem G (Taste 5). Das klingt abgeschlossen.
Phrase 3: 6 6 7 5 6 7 8 7 5 6 7 8 7 6 5 6 2. Der Mittelteil. Hier gibt es kleine Sprünge zurück zur 5, und am Ende geht es hinunter zur 2.
Phrase 4: 7 7 8 9 9 8 7 6 5 5 6 7 6 5 5. Das ist wieder Phrase 2. Wer die kann, ist fertig.
So übst du am besten:
Öffne die Seite Ode an die Freude und drück „Anhören“, damit du den Rhythmus im Ohr hast.
Lass den Führungsmodus an. Die nächste Taste leuchtet auf und wartet auf dich.
Wenn alle vier Phrasen sitzen, starte „Auf Punkte spielen“. Nach einem Takt Einzählen spielst du mit dem Metronom, am Ende gibt es eine Punktzahl von 100.
Der häufigste Fehler: In Phrase 1 die letzte 6 zu früh spielen. Der vorletzte Ton (die 7) ist länger als die anderen.
Wenn du die Tasten 1 bis 0 noch gar nicht kennst, lies zuerst unseren Einstieg Musik mit der PC-Tastatur spielen.
Drei weitere Beethoven-Stücke
Diese drei brauchen Halbtöne oder mehr als zehn Töne. Die Liedseite schaltet deshalb automatisch auf die ganze Tastatur um. Am einfachsten spielst du sie mit Führungsmodus.
Für Elise
Das berühmte Hin und Her am Anfang wechselt zwischen E und Dis. Auf einer deutschen Tastatur sind das die Tasten P und 0. Schwierigkeit: schwer, wegen des Tempos und der Sprünge.
Zur Liedseite: Für Elise.
5. Sinfonie
Die vier Töne, die jeder kennt: dreimal kurz, einmal lang. Bei uns ist der Anfang nach a-Moll versetzt, du spielst also dreimal E und dann ein langes C. Schwierigkeit: leicht.
Zur Liedseite: 5. Sinfonie (Schicksalssinfonie).
Türkischer Marsch
Der „Türkische Marsch“ stammt aus Beethovens Bühnenmusik „Die Ruinen von Athen“ von 1811. Nicht zu verwechseln mit Mozarts Rondo „alla turca“. Das Thema ist kurz und rhythmisch und eignet sich gut für die Marimba.
Zur Liedseite: Türkischer Marsch (Beethoven).
Häufige Fragen
Wann hat Beethoven Geburtstag?
Das weiß niemand genau. Belegt ist nur die Taufe am 17. Dezember 1770 in Bonn. Meist wird angenommen, dass er am Tag davor geboren wurde, also am 16. Dezember.
War Beethoven taub?
Sein Gehör ließ ab etwa seinem 30. Lebensjahr immer mehr nach. In seinen letzten Lebensjahren hatte er den größten Teil seines Hörvermögens verloren und verständigte sich oft schriftlich. Komponiert hat er in dieser Zeit unter anderem die Neunte Sinfonie.
Aus welchem Werk stammt die Ode an die Freude?
Aus dem letzten Satz der 9. Sinfonie in d-Moll, uraufgeführt am 7. Mai 1824 in Wien. Den Text hat Beethoven einem Gedicht von Friedrich Schiller entnommen.
Kann ich die Ode an die Freude ganz ohne Noten lernen?
Ja. Du brauchst nur die Zahlen 5 bis 9 und einmal die 2. Mit Führungsmodus zeigt dir die Seite jede Taste an, und mit „Anhören“ lernst du den Rhythmus nach Gehör.
Kann ich mit einem MIDI-Keyboard spielen?
Ja, in Chrome, Edge, Opera und Firefox gibt es auf jeder Seite den Knopf „MIDI-Keyboard verbinden“. Dann kannst du auch leiser und lauter spielen. In Safari und auf iPhone oder iPad geht das nicht.
Quellen
- Ludwig van Beethoven
- Klavier
- Für Elise
- Mondscheinsonate (1. Satz)
- Ode an die Freude
- 5. Sinfonie (Schicksalssinfonie)
- Türk Marşı (Beethoven)
Über den Komponisten
- Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Ludwig van Beethoven (1770–1827) war ein in Bonn geborener Komponist und Pianist, der sein Erwachsenenleben in Wien verbrachte, einer der berühmtesten Komponisten der Geschichte.
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